Erfassung und Nachweis

Die im Rahmen der Initiative „Projekt Mammutbaum“ seit 2002 dokumentierten und bereits in einigen Veröffentlichungen des Autors publizierten Ergebnisse werden nun zum 150-jährigen Jubiläum der Wilhelma-Saat vollständig dargestellt.

Wie auch bereits während der zwei Inventuren im 20. Jahrhundert ist eine eindeutige Zugehörigkeit zur Wilhelma-Saat nicht für alle Standorte in Württemberg nachweisbar.

Aus diesem Grund wurden zusätzlich besonders gekennzeichnete „Wilhelma-Saat Anwärter“ mit aufgenommen. Zudem ist es sehr wahrscheinlich, dass weitere Standorte der Wilhelma-Saat in privaten Gärten außerhalb Württembergs, insbesondere nahe der damaligen Landesgrenze zu Baden bzw. Bayern, existieren.

Dokumentierte Standorte

Auf den folgenden Seiten sind die erfassten Standorte der Wilhelma-Saat, alphabetisch sortiert nach dem Namen des (heutigen) Hauptortes, dargestellt. Die Wellingtonien des Mammutbaum-Hains in  der Wilhelma sowie die dort und im Rosensteinpark erfassten vier Solitärbäume wurden der Gesamtübersicht vorangestellt.

Es konnten insgesamt 323 Wellingtonien an 132 Standorten nachgewiesen werden; davon ist die Zugehörigkeit zur Wilhelma-Saat für 58 Bäume an 46 Standorten noch nicht bestätigt. Diese Standorte wurden als „Anwärter“ gekennzeichnet.

Aus den letzten 100 Jahren ist der Verlust von 77 Wellingtonien an 122 Standorten bekannt.

Besonders erwähnenswerte und eindrucksvolle Gruppen mit mehr als fünf Wellingtonien sind:

  • Stuttgart, Wernhalde (44),
  • Stuttgart, Wilhelma, Mammutbaum-Hain (35),
  • Hemmingen, Rohrsperg (12),
  • Lorch, Staffelgehrn (9),
  • Wüstenrot, Nähe Wellingtonienplatz (7),
  • Auenwald, Am Utzenhof (6),
  • Murrhardt, Waltersberg (6),
  • Welzheim, Welzheimer Park (6).

In Stuttgart wurden 37 Standorte (davon 25 Anwärter) mit insgesamt 120 Wellingtonien erfasst.

  • Höchster Baum (57 m): Auenwald
  • Baum mit größtem Umfang (13,6 m): Neuweiler, Hofstetten
  • Baum mit kleinstem Umfang (2,4 m): Göppingen, Hohenstaufen

127 Wellingtonien sind als Naturdenkmal ausgewiesen.

Der höchstgelegene Standort ist Tuttlingen (840 m ü. M.), der tiefstgelegene ist mit ca. 240 m ü. M. ein Solitärbaum in der Wilhelma.