Wilhelma-Saat

Historische Mammutbäume in Württemberg

Mammutbaum-Explorer mit Suche

Suche und Anzeige von Mammutbäumen in Deutschland

Zum Test bitte den Link >>> Mammutbaum Explorer aufrufen.

Hinweise zu den verwendeten Daten: Die im Explorer angezeigten Baumdaten sind im Mammutbaum-Register für Deutschland von den Mitgliedern und Freunden des Vereins Projekt Mammutbaum e.V. (www.projekt-mammutbaum.de) und der zugehörigen Community (www.mbreg.de) erfasst worden. Fragen und Korrekturen zu den Daten bitte direkt über das Forum (http://mbreg.de/forum/) an die Projekt Mammutbaum Community weitergeben. Daten, Fotos und Texte sind verfügbar unter der GNU Free Documentation License 1.2.

Für die Anzeige aller bestätigten Standorte der Wilhelma-Saat nutzen Sie bitte die Übersichtskarte oder prüfen Sie die Einträge der vollständigen Liste.

Hinweise zur Nutzung: Die Suchfunktion des Explorers unterstützt neben der Eingabe von Orts– oder Strassennamen oder der Postleitzahl des Ortes auch die direkte Anzeige einzelner Standorte, über die eindeutige Baum-ID des Mammutbaum-Registers (z.B. ID:12451). Weitere Möglichkeiten der Suche sind im Explorer beschrieben. In der Detailansicht werden ein Foto des Baumes, ein Link zur Position des Baumes und – wenn vorhanden – auch ein Link zu dem zugehörigen Beitrag im Forum angezeigt.

Mammutbaum-Explorer, Version 0.9 (12.2025), 22671 Einträge, Testphase

The King William Giants podcast (ENG)

A ‘warning’ at the beginning, this approx. 10 min long podcast about the Wilhelma seed has only two ‘ingredients’, on the one hand the German version (2019) of the book ‘The King William giants’ and on the other hand an AI-based test environment. The result of this symbiosis is an entertaining and exciting 10-minute dialogue between two speakers in English.

The King William Giants podcast (english, 10:34 min)

Wie kann uns die Künstliche Intelligenz (KI) helfen, die (alte) Geschichte der Wilhelma-Saat in (neuer) Form zu erfahren?

Eine „Warnung“ zu Beginn, dieses ca. 10 min lange Podcast über die Wilhelma-Saat hat nur zwei „Zutaten“, zum einen die deutsche Version (2019) des Buches „Die Giganten des Königs“ und zum anderen eine KI basierte Testumgebung. Das Ergebnis dieser Symbiose ist ein ca. 10-minütiger kurzweiliger und spannender Dialog zweier Sprecher in englischer Sprache.

Wilhelma-Saat Podcast (ENG, 10:34 min)

Gigantische 160 Jahre ::: Wilhelma-Saat in Württemberg

10 Jahre ist es bereits her, dass wir – alle Freunde und Unterstützer der alten Mammutbaum-Giganten – das 150-jährige Jubiläum der Wilhelma-Saat des König Wilhelm I. von Württemberg sehr festlich, respektvoll mit verschiedenen Veranstaltungen und Veröffentlichungen würdigten. Was gibt es von diesen ehrenwerten Mammutbäumen (auch Wellingtonien oder Sequoiadendron giganteum genannt) aus den letzten 10 Jahren im Kontext verschiedener Themen zu berichten?

(1) Erfassung und Dokumentation: die Einträge für Standorte und Baumdetails wurden aktualisiert, eine interaktive Karte steht inzwischen zur Verfügung. Sehr viele Baumstandorte haben zusätzlich eine Beschilderung durch die Baden-Württembergische Forstbehörde erhalten.

(2) Neue Funde und Abgänge bzw. Zerstörungen: insgesamt konnten 325 Wellingtonien an 134 Standorten dokumentiert werden (zwei neue Standorte wurden registriert) und als Kandidaten bestätigt. Im Oktober 2020 musste leider der „Friedensbaum“ in Baiersbronn gefällt werden, da er akut umsturzgefährdet war. Seit der Erfassung der Details wurde der Verlust von 79 Bäumen an 12 Standorten belegt. (Stand April 2024). Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Verluste bedeutend höher liegt.

(3) (Natur)Schutz der Bäume: leider ist festzustellen, dass in den letzten Jahren keiner der vielen Mammutbäume ohne Naturdenkmal-Schutz einen Schutzstatus erhalten hat.

(4) Publikationen: in lokalen Zeitungen und Zeitschriften wurden zahlreiche Artikel zum Thema veröffentlicht (siehe Veröffentlichungen). Neue Aspekte zeigte die Veröffentlichung über Waldbaumläufer, die in der weichen Borke der alten Mammutbäume oft ein sicheres Nachtquartier finden (siehe Beitrag).

(5) Veranstaltungen: fanden in Stuttgart, Friedberg und Kirchberg statt, ein Termin wurden online durchgeführt, einige Termine mussten jedoch wegen der Pandemie ausfallen.

(6) Negative Auswirkungen durch die Klimaerwärmung: konnten teilweise festgestellt (Pilzbefall – Botryosphaeria dothidea), aber nicht dokumentiert und bewertet werden.

(7) Projekte und Projektideen
/a/ Automatische Erfassung, Bewertung von Umwelt- und Vitalitätsdaten der Bäume (Feuchtigkeit, Pilzbefall, etc.), einschließlich Benachrichtigungen bei Grenzwertüberschreitungen,
/b/ Einfacher Abruf von Informationen zu einzelnen Standorten und zum Thema Mammutbaum,
/c/ DNA Analyse und Identifikation der genauen Herkunft des Samens in den USA,
/d/ Pflanzprojekte auf privatem oder öffentlichem Grund,
/e/ Nachweis der Pflanzung von Jungbäumen der Wilhelma-Saat im 19. Jahrhundert außerhalb von Württemberg (in Baden und Bayern).

Für Anfragen, Ergänzungen, Ideen und Projektunterstützung senden Sie bitte ein Email an info@wilhelma-saat.de.

Mammutbäume der Wilhelma-Saat in der Nähe von Ulm (Baum im Vordergrund mit Blitzschaden)

Wellingtonien und Waldbaumläufer

Einen sehr interessanten Beitrag über das Schlafverhalten von Waldbaumläufern, insbesondere in der Rinde alter und grosser Exemplare des Bergmammutbaumes (Sequoiadendron giganteum), hat mir kürzlich der Autor des Beitrags – Herr Dr. Bosch – geschickt. Seine Beobachtungen beziehen sich auf Bäume der Wilhelma-Saat in der Nähe von Sternenfels/ Häfnerhaslach und Löwenstein. Sehr interessant finde ich die Nutzung von Thermografieaufnahmen, die Herr Bosch von den schlafenden Waldbaumläufern aufzeichnen konnte, ohne dabei den Schlaf der Vögel zu stören.

Schlafender Waldbaumläufer in der Rinde eines Bergmammutbaumes (Foto: S. Bosch)

Die kurze Beschreibung der Veröffentlichung mit dem Untertitel „Übernachten in des Königs Giganten“ zeigt den Umfang der Beobachtungen.

In kalten Winternächten suchen Singvögel Schlafplätze auf, die ihnen Schutz vor Kälte, Nässe und Wind bieten. Waldbaumläufer finden solche Ruheplätze in den aus Kalifornien eingeführten Mammutbäumen, in deren weicher Rinde sie sich Schlafmulden aushöhlen, sobald die Baumriesen das nötige Alter und die entsprechende Größe dafür haben.

Thermografieaufnahmen des schlafenden Waldbaumläufers (Fotos: S. Bosch)

Wellingtonien und Waldbaumläufer: Übernachten in des Königs Giganten; Stefan Bosch; Der Falke, 2/2024. Auch als Sonderdruck erhältlich.

Bemerkenswerte Mammutbäume in Bad Herrenalb

Die ältesten Mammutbäume in Bad Herrenalb wurden bereits im Jahr 1865 gepflanzt und gehören zu der „Wilhelma-Saat“ des Königs Wilhelm I. von Württemberg. Von ehemals 4 Bäumen an der Aschenhütte im Gaistal ist im Jahr 2022 nur noch ein Baum erhalten geblieben. Es wurde kürzlich beschrieben, dass einer der ehemals vier Giganten durch den Orkan Kyrill am 18./19. Januar 2007 zerstört worden ist. (Möglicherweise kann jemand noch ein Foto oder einen Nachweis von der ursprünglichen Gruppe von vier Mammutbäumen zur Verfügung stellen? Bitte per Email an info@wilhelma-saat.de senden.)

Die folgende Aufnahme vom November 2009 zeigt die – zu diesem Zeitpunkt – verbliebenen drei stattlichen Exemplare. Zwei (links im Foto) dieser ca. 45m hohen Giganten wurden am 24. Oktober 2011, gegen 10:00 Uhr gefällt. Die zuständige Forstbehörde hatte festgestellt, dass zwei der stattlichen Exemplare von Fäulnis befallen waren und aus Gründen der Sicherheit eine Fällung durchgeführt werden müsse. Der linke Baum wies zu dieser Zeit deutliche Verletzungen auf, möglicherweis Spuren eines Blitzeinschlages.

Drei Mammutbäume der Wilhelma-Saat an der Aschenhütte
(Foto: Thilo, November 2009)
Verbliebener Mammutbaum mit drei jungen Nachpflanzungen im Vordergrund
(Foto: Lutz, Oktober 2022)

Das genaue Pflanzalter und die Zugehörigkeit zur Wilhelma-Saat von drei anderen, über 100-jährigen Mammutbäumen in Bad Herrenalb konnten noch nicht bestätigt werden. Ihnen wurde der Status „Anwärter“ der Wilhelma-Saat zugeteilt (die Standorte sind Jägerweg, Oswald-Zobel-Strasse und Kurpark).

Darüber hinaus kann man im Kurpark, im Stadtgebiet und im nahen Waldgebiet von Bad Herrenalb mehr als 30 jüngere Mammutbäume bewundern; zwei der insgesamt drei Arten der Mammutbäume wurden erfasst – Bergmammutbäume (Sequoiadendron giganteum) und Urweltmammutbäume (Metasequoia glyptostroboides).

Eine Übersicht aller Mammutbäume (und Anwärter) der Wilhelma-Saat kann der interaktiven Übersichtskarte entnommen werden.

Video der drei Mammutbäume der Wilhelma-Saat (Thilo, November 2009)
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